Marionetten (Körperarbeit und Tanz)
Allgemeine Ziele
Verbindungen zu anderen Menschen erleben
Lernziele (/Kompetenzen)
– Zur Steigerung des Körperbewusstseins.
– Um die Fähigkeit zur Verbindung mit anderen zu verbessern.
– Zur Steigerung der Selbstwertschätzung.
– Zur Steigerung der inneren Fähigkeit, Stress abzubauen und rückgängig zu machen.
Kurzbeschreibung / Hintergrund / Einführung / Tipps für den Trainer
Hierbei handelt es sich um eine risikoreiche Bewegungs-/Berührungsübung, die starke Emotionen hervorrufen kann. Der Trainer muss über Erfahrung im somatischen Tanzen sowie im Umgang mit emotional riskanten Situationen verfügen.
Andererseits ist dies auch eine sehr tiefe Lernerfahrung mit anderen.
Diese Übung ist keine eigenständige Übung: Sie kann am Ende eines somatischen Prozesses eingesetzt werden, der mit einem Aufwärmen und möglicherweise anderen, einfacheren Kontakt- und Bewegungsübungen aufgebaut wird.
Zielgruppe
Empfohlene Gruppengröße
Benötigte Materialien
Musik, Lautsprecher
Dauer
30 Minuten (oder mehr) + Nachbesprechung, die auch 30 Minuten dauern kann
Vorgehensweise/ Schritte
1. Die Menschen sind paarweise angeordnet. Der erste ist derjenige, der bewegt, der andere ist der Beweger. Der Beweger gibt der sich bewegenden Person Anweisungen: Er/sie zeichnet Linien von der Oberseite der Ohren in Richtung Himmel, berührt die Kniekehlen, um die Entlastung der Beine zu verstärken, und berührt schließlich leicht den Oberkörper. Anschließend bewegt der Puppenspieler seine Puppe mithilfe der imaginären Drähte und lässt sie sich durch den Raum bewegen. Dann werden die Rollen vertauscht.
2. Der Bewegungsablauf ist wie folgt:
– Der Puppenspieler bewegt die Puppe mittels imaginärer Fäden, aber die Puppe kann die Bewegungen interpretieren und frei nach eigenem Ermessen erfinden.
– Nach einer Weile kommen immer weniger Fäden an, da der Umzugshelfer merkt, dass sich die bewegende Person immer selbstständiger bewegt.
– Schließlich hören die Berührungen auf und die sich bewegende Person wird zum Besitzer des Raumes und zum Beobachter, während die sich bewegende Person selbstständig weiter tanzt wie eine Marionette, die ihre Fäden verloren hat, sie aber weiterhin spürt.
– Sobald der Vorgang von beiden Mitgliedern des Paares abgeschlossen ist, tanzen alle Puppen frei.
– Später können die Marionetten auch Kontakt zu anderen aufnehmen und gemeinsam tanzen.
– Für die endgültige Position müssen die Puppen einen Weg finden, sich so zu arrangieren, als würde jemand sie fotografieren und sich eine endgültige Choreografie vorstellen, ohne dass es ihnen gesagt oder mit ihr gesprochen wird.
3. Am Ende steht die Gruppe im Kreis, hält sich an den Händen und schaut sich gegenseitig in die Augen.
4. Nach 1-2 Minuten wird die Stille gebrochen und die Übung ist zu Ende.
Auswertung / Abschlussbriefing
Für die Nachbesprechung sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Es kann verschiedene Gefühle und Rückmeldungen geben. Höchstwahrscheinlich ist dies eine überwältigend gute Erfahrung.